Bello&Co.-Ihr Tierarzt in Rudow

Giftquellen im Alltag unserer Vierbeiner

Der Alltag wimmelt vor möglichen Giftquellen für unsere Vierbeiner. Sollte Ihr Tier einmal etwas aufnehmen, was potentiell giftig ist, melden sie sich umgehend in Ihrer Tierarztpraxis oder suchen Sie in lebensbedrohlichen Fällen außerhalb unserer Sprechstunden eine Tierklinik auf. Falls möglich bringen Sie eine Probe oder Verpackung der Substanz mit in die Praxis oder schätzen Sie ab, wie viele Blätter oder Blüten das Tier aufgenommen haben könnten. Auch die Aufnahme von geringen Mengen sollte tierärztlich untersucht werden. Um so früher die Vorstellung beim Tierarzt, umso weniger Giftstoffe können vom Körper aufgenommen werden.

Einige Lebensmittel können die Gesundheit Ihrer Fellnase gefährden. Schokolade, besonders welche mit hohen Kakaoanteil, kann zu Vergiftungserscheinungen führen. Ursache ist hier der Inhaltsstoff Theobromin, der in großen Mengen zu Ausfällen im Zentralen Nervensystem führt.  Pro Kilogramm Körpergewicht gelten circa 150g Milchschokolade oder 15g Zartbitterschokolade als akut gesundheitsgefährdend, auch geringere Mengen können schädlich sein. Der Süßstoff Xylit ist akut lebensbedrohlich und sollte sofort tierärztlich behandelt werden. Trauben und anderes Steinobst kann aufgrund der enthalten Oxalsäure gefährlich für Ihr Tier werden. Außerdem sollten Sie Zwiebel und Knoblauch, sowohl gekocht, getrocknet als auch roh von Ihrem Tier fernhalten. Enthaltende Stoffe wirken sich negativ auf die roten Blutkörperchen aus. Meiden sie bitte außerdem Hopfen– und Koffeinhaltige Getränke sowie Macadamianüsse.

Neben Lebensmittel warten im Haushalt auch noch andere gefährliche Stoffe wie Putz- und Waschmittel, Frostschutzmittel oder Humanarznei. Bewahren Sie solche Dinge unbedingt immer in geschlossenen Schränken und an unerreichbaren Orten auf.

Im Frühjahr blühen ein handvoll schöne Frühblüher. Doch die Schönheit hat ihre Tücken. Narzissen, Schneeglöckchen, und Krokusse sind potenziell giftig für Ihre Freigängerkatze. Auch Lilien, Becherprimel, Frühlingschristrosen, Tulpen, duftende Engelstrompete und Winterlinge sind gesundheitsgefährdend. Achten Sie bitte auch auf Dieffenbachie, Weihnachtssterne, Christusdorn, Amaryllis, Ritterstern, Duftazalee, Grosskelchige Brunfelsie, Glückfedern und Eiben.  Bitte vermeiden Sie oben genannte Pflanzen in Ihren vier Wänden, denn hier ist die Verlockung größer als im Garten einmal von der verbotenen Frucht zu kosten. Auch hier kommt es immer auf die aufgenommene Menge und körperliche Konstitution Ihres Tieres an. Lassen Sie bitte auch chemische Düngemittel nicht in die Nähe Ihres Tieres.

Leider finden Sich bei uns in der Region immer wieder Giftköder. Dabei handelt es sich oft um mit Rasierklingen oder Rattengift versehene Leberwurst oder Wiener.  Bedenken Sie immer, wo eine Köder ist, ist ein Anderer nicht weit und warnen Sie andere Hundebesitzer gerne über bekannte Medien. Auf unserer Facebookseite teilen wir immer aktuelle Aufrufe.

Eine gute Adresse für weitergehende Informationen bezüglich Vergiftungen ist der “Giftnotruf Berlin” – https://giftnotruf.charite.de/